Frame

Ein junger Kameramann wird die Bilder einer Unglücksnacht nicht mehr los. Der Mikro-Roman fragt nach Erinnerung, Blick und Verantwortung: Wem gehören Bilder, Kamera und Motive?

Unter Steinen

Eine fast subjektlose Prosa über Gefangenschaft, Verschüttung und das Überleben durch Sprache. Johanne Ritters Zeichnungen führen Todesmotive und Körperlichkeit in ein eigenständiges visuelles Leben.

Ein anderer Däne

Fünf kurze Prosatexte zwischen Märchen und Kurzgeschichte. Surreale und kafkaeske Momente öffnen vertraute Situationen ins Unheimliche, Absurde und Komische.

Der falsche Deutsche

Ein namenloser junger Deutscher flieht nach Kuba und begegnet Yanez, der ein idealisiertes Deutschland verehrt. Aus der Freundschaft wird ein Konflikt über Projektionen, Herkunft, Rassismus und Zugehörigkeit.

Mittwacht

Eine Gruppe Gefangener lebt in einem Lager, in dem mittwochs erschossen wird – doch niemand weiß mehr, wann Mittwoch ist. Text und Zeichnung verdichten Gewalt, Angst und Gefühlskälte zu einer beklemmenden Parabel.

Die Hand erzählt vom Daumen

Plav arbeitet tagsüber in einer Fabrik und erschafft nachts Figuren aus Holz und Schrott. Ein dichter Roman über künstlerische Besessenheit, Fremdheit, Einsamkeit und eine eskalierende Familiengeschichte.

Der gezeichnete Hund

Sivo, in Deutschland geborener Sohn slowenischer Einwanderer, wächst zwischen zwei Welten auf. Der Roman erzählt konzentriert von Sprachlosigkeit, Scham, familiären Erwartungen und dem schwierigen Versuch, eine eigene Identität zu finden.