Plav spricht mit seinem Daumen und verschließt sich zugleich vor der Welt. Tagsüber arbeitet er in einer Spritzgussfabrik, nachts durchstreift er die Stadt nach Fundstücken und verwandelt Holz und Schrott in Figuren, Marionetten und Skulpturen. Früh ist er mit seiner Mutter aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Westberlin gekommen; das Gefühl, fremd zu sein, erlebt er wie eine persönliche Schuld. Als seine Mutter eine Beziehung zu einem deutschen Mann beginnt, verschärfen sich die Konflikte. In einer filmisch und malerisch geprägten Bildsprache zeichnet der Roman das Porträt eines hochbegabten Außenseiters, dessen Verzweiflung zunehmend zur Provokation wird.