Dear Mr. Saunders. Zweiter Brief: Ich, Untermensch

Im zweiten Brief führt Sergejs Weg an eine Schreibakademie in Ostdeutschland. Dort trifft sein Wunsch, zur Literatur zu gehören, auf institutionelle Regeln, soziale Codes und die fortwirkende Macht der Herkunft. Der Text setzt die Lebensgeschichte des ersten Teils fort und rückt Chancenungleichheit, Bildungsprivilegien und den Literaturbetrieb stärker in den Mittelpunkt. Sergej reflektiert über postmigrantische Zuschreibungen, die herrschende Ordnung und die Frage, welche Stimmen als literarisch gelten dürfen. „Ich, Untermensch“ kann eigenständig gelesen werden, gewinnt jedoch durch die Verbindung mit dem ersten und dritten Brief zusätzliche Tiefe.