Frame

Ein junger Kameramann wird von den Aufnahmen einer Unglücksnacht verfolgt. Erinnerungen werden zu Bildern, Bilder zu Erinnerungen; Blicke und Gegenblicke bestimmen die Wahrnehmung. Der Text verbindet persönliche Rückblenden mit Fragen nach Arbeitsverhältnissen, sozialer Herkunft und Geschlechterrollen: Wem gehören die Bilder, wem die Kamera und wem die gefilmten Motive? Welche Macht besitzt der Blick hinter dem Sucher – und welchen Preis zahlt derjenige, der sein Auge verkauft? Ausgangspunkt ist eine biografische Erfahrung des Autors, der im Juli 2002 als Teil eines Kamerateams zur Absturzstelle der Flugzeugkollision von Überlingen fuhr.