Dear Mr. Saunders. Dritter Brief: Chatanga

Im dritten und letzten Teil verlässt Sergej die ostdeutsche Stadt und lebt eine Zeit lang zurückgezogen in Hessen. Eine Einladung zu einem ominösen literarischen Symposium führt ihn nach Sankt Petersburg und bringt die Linien seiner Lebensgeschichte zusammen. Wieder geht es um Herkunft und Zugehörigkeit, um Macht, Sprache und die Rolle der Literatur – nun jedoch mit einem stärkeren Blick auf Selbsterzählung, Ironie, Scham und die Versuchung, sich durch Literatur neu zu erfinden. „Chatanga“ schließt die dreiteilige Korrespondenz mit George Saunders ab und verdichtet Sergejs Weg zu einem persönlichen und zugleich gesellschaftlichen literarischen Statement.