Dear Mr. Saunders. Erster Brief: Die Bibliothek der unverkäuflichen Bücher

Sergej wächst als Kind slawischer Gastarbeiter in der alten Bundesrepublik auf. Er liebt Bücher und Filme, findet jedoch keinen Platz in der westdeutschen Bildungsgesellschaft, wird kleinkriminell und gelangt schließlich nach Sankt Petersburg. In einem langen Brief an den amerikanischen Schriftsteller George Saunders erzählt er seine Lebensgeschichte und denkt über soziale Herkunft, slawische Identität, das Schreiben, die deutsche Sprache und die Macht der Privilegierten nach. Der erste Teil der Trilogie verbindet Entwicklungsroman und literarischen Hilferuf; zugleich fragt er, wem Sprache und Erzählungen gehören und welche Lebensläufe in der Literatur sichtbar werden.