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Frame

"Was ist unschuldiger als ein Auge."
"… Der Kameramann aber, der in der Hierarchie der Filmcrew am unteren Ende zu stehen scheint, und aus dessen Sicht das Ganze geschildert wird, entwickelt über seine Arbeit im Reflex auf dieses Phänomen eine spezifische Form der Empathie. Man könnte von einer Demokratisierung des Blickes ausgehen, was sich letztlich in Rückblenden erweist. Als Kind hat er seine Großmutter zu Putzjobs begleitet, und sie hat sich in seinen Augen auch im Putzen als Schönheit dargestellt. In der Schule wird ihm aber nahegelegt, nichts von dieser Erfahrung zu erzählen. Während seine Großmutter putzt, zeichnet der Junge und entwickelt seine Art künstlerischer Weltsicht. Das alles beschreibt Podhostnik in eindringlichen Sequenzen und Szenen, die in harten Schnitten montiert sind. Ein großes Buch von 100 Seiten." (Jan Kuhlbrodt, Literaturfunk)
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